"Ja, wir sind die
Niedersachsen von Chicago!"

Ein Ruckblick auf unsere Vereinsgeschichte:
Zehn Jahre sind im großen Weltgeschehen nur ein Hauch des Daseins. Nicht so für den Niedersachsen Club Chicago. Er hat die erste Dekade seiner Existenz dazu benützt, die Windeln abzustrampeln und sich zu einem Gebilde herauszumausem, von dem man im Chicagoer Vereinsleben mit Achtung spricht. Durch seine Entstehung im Jahre 1961 ist auch zahlreichen alteingesessenen Deutsch-Amerikanern offenbar geworden, daß die alte Heimat "zweierlei Sachsen" aufweist.

Lassen Sie sich ganz kurz und stichwortartig durch den bisherigen Werdegang führen. Im Herbst 1961 fassten drei heimatbeflissene Niedersachsen, darunter der verstorbene Ehrenpräsident Heinz Holz und Ehrenmitglied Fritz Keese den Beschluß, die in Chicagoland ansässigen Landsleute in einem Niedersachsen Club zusammenzufassen. Am 6. Dezember dieses Jahres folgte im Hogen's Grill die Gründungsversammlung. Als Leitfaden wurde damals zu Papier gebracht, gesellschaftliche Bedingungen, Brauchtum und Sprache zu pflegen, so- wie die Verbindungsachse Chicago-Hannover warmzuhalten. Bei der ersten außerordentlichen Generalversammlung am 7. Februar 1962 wurde eine vorläufige Vorstandschaft eingesetzt und gleichzeitig der Beitrittsbeschluß zur Deutschen Tag- Vereinigung gefaßt. Schon am 23. Mai 1962 folgte dann die offizielle Neuwahl, bei der Heinz Holz als Präsident bestätigt wurde.

Gleichzeitig blühten auch schon die Feste intemer und öffentlicher Art auf, mit deren Ausrichtung sich der Niedersachsen Club im Chicagoer Deutschtum einen wohlklingenden Namen gemacht hat. Am 30. Mai war die Premiere des beliebten amilienpicknicks. Damals noch am Druce Lake; später zog man zum zweitagigen Verweilen an den Devils Lake. Dann, am 14. April 1962, das erste Frühlingsfest bei Hogen's, dem am 13. Oktober des Jahres ein Oktoberfest im Europa Haus angefügt wurde. Weil die Niedersachsen durch ihre Gastfreundschaft und die entfachten Stimmungswogen (lies: Niedersachsen-Polonaise) auch viele Außenstehende angezogen hatten, mußte gar bald Stellungswechsel zur Armitage Halle, dem Donauschwabenheim und Rosco Halle gemacht werden. Den wachsenden Zuspruch bei Festlichkeiten hatte man sich nicht zuletzt auch durch rege Unterstützung befreundeter Vereine und rege Mitarbeit bei al1en Untemehmen der Deutschen Tag- Vereinigung redlich verdient.

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